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Le blog du Théâtre Universitaire Royal de Liège

ca turbine au turlg

Mit Frau Storm. Ein Kammerspiel von Eckart Pastor in der Inszenierung von Robert Germay, gespielt von Anita Wangen und dem Autor, knüpft das TURLg 2017 an die Tradition des Theaters in deutscher Sprache des guten alten Theaters der Lütticher Germanisten an

15 Février 2018 , Rédigé par Asbl Théâtre Universitaire Royal de Liège Publié dans #Ca turbine au TURLg

(Vers le texte français)

Als er im Jahre 1983 offiziell die Zügel des in französischer Sprache spielenden Lütticher Universitätstheaters (TULg) aus den Händen von François Duysinx übernahm,

da ließ Robert Germay, der Direktor des in deutscher Sprache spielenden Lütticher Germanistentheaters (TLG), de facto die beiden Truppen, die bis dahin parallel an der Universität Lüttich gewirkt hatten, ineinander aufgehen.

Das Germanistentheater war freilich unter seinem Etikett TLG weiterhin sehr aktiv und führte fortan nebeneinander englische und deutsche Autoren in ihrer Originalsprache auf, während das TULg auch deutsche Stücke in französischer Übersetzung im Repertoire hatte.

 

Im übrigen und im gleichen Zusammenhang erweiterte und vervielfältigte das TULg seinen Wirkungskreis durch zahlreiche Tourneen, wobei es fortan sich die mannigfaltigen internationalen Kontakte des TLG zunutze machen konnte, dessen Ruf schon damals weit über unsere Grenzen hinaus gedrungen war (nach Deutschland, Österreich, Polen usw. Nebenbei sei mit einem gewissen Stolz, aber in aller Bescheidenheit daran erinnert, dass das TURLg, inzwischen mit seinem „R“ in der Mitte - für royal = königlich - in 42 Ländern und 4 Kontinenten aufgetreten ist!) Kurzum: In den 80er Jahren erlebten die beiden Theatertruppen in jeder Hinsicht eine beiderseitige und gegenseitige Bereicherung.

 

1998 aber, 15 Jahre also nach der Fusion, produzierten die Lütticher (TULG und TLG united, wie man sie nun nannte) ihre letzte Inszenierung in deutscher Sprache - wahrscheinlich bereits eine Folge der damaligen Entwicklung des Germanistikstudiums. Bei diesem letzten Stück handelte es sich um Der Turm von Peter Weiss, in der Inszenierung von Alain Chevalier. Dieser hatte 1982 im TLG als Student der Klassischen Philologie (!) sein Theaterdebüt in Georg Büchners Woyzeck gegeben, in dem neben ihm u. a. Anita Wangen, eine damals bereits altgediente Schauspielerin des TLG, auftrat. Davon wird noch zu reden sein. Mit diesem ‚neuen‘ Woyzeck feierte man seinerzeit den 20. Geburtstag des TLG, an dessen Wiege einst 1962 ein erster Woyzeck gestanden hatte.(1)

 

Mit dieser knappen Vorrede sollten Platz und Bedeutung des Theaters in deutscher Sprache im Rahmen der nun 75jährigen Geschichte des TURLg umrissen werden. Freilich verlangt diese Skizze nach einer zusätzlichen Auskunft : Wie steht es um den Platz von Theodor (und Frau!) Storm im Rahmen der Lütticher germanistischen Universitätslehre und -forschung?

 

1988, im 100. Todesjahr von Theodor Storm, veröffentlichte Eckart Pastor, Professor am Seminar für deutsche Literatur der Universität Lüttich, eine gewichtige Monografie zu diesem berühmten und erfolgreichen realistischen deutschen Dichter (1817-1888): Die Sprache der Erinnerung. Zu den Novellen von Theodor Storm. Frankfurt/M. 1988.

Pastors Vorstoß fand eine lebhafte Nachfolge durch einige seiner jungen Kollegen (u.a. Louis Gerrekens – heute Dekan der Philosophischen Fakultät –, Marie Mawhin, Valérie Leyh), und so kann man heute von einer echten ‚Lütticher Schule‘ sprechen, deren Ansehen sich inzwischen neben dem von Husum und Heiligenstadt, den beiden anderen Zentren der Stormforschung, ehrenhaft etabliert hat.

 

Der schönste Beweis hierfür ist es gewesen, dass unser Seminar für deutsche Literatur mit aktiver Unterstützung der Theodor-Storm-Gesellschaft in Husum (http://www.storm-gesellschaft.de/) im Jahre 2017 aus Anlass des 200. Geburtstags des Dichters ein großes internationales Kolloquium in Lüttich veranstaltet hat, und zwar unter dem Titel: „Konventionen und Tabubrüche - Theodor Storm als widerspenstiger Erfolgsautor des deutschen Realismus“ (siehe http://200.ulg.ac.be/evenements/theodor-storm.html). Vom 22.- 24. November 2017 kamen aus diesem Anlass nahezu alle international ausgewiesenen Stormforscher in unserer Universität zusammen, und alle Teilnehmer waren danach mit den Veranstaltern einer Meinung: dieses Treffen war ein ungewöhnlicher Erfolg, sowohl was das wissenschaftliche Niveau der Vorträge und Diskussionen betraf als auch hinsichtlich der freundschaftlich-kollegialen Stimmung, die während der drei Tage sich verbreitete. Die Akten des Kolloquiums werden im nächsten Jahr im renommierten Berliner Erich Schmidt-Verlag erscheinen: ein überzeugendes Zeichen.

 

Ja, es gibt ja Zufälle: auf das Jahr 2017 fiel auch ein anderer 200jähriger Geburtstag: das Wiegenfest der Lütticher Alma Mater selbst. Diese glückliche Fügung war es möglicherweise auch, die unseren guten Eckart P. nahezu unwiderstehlich dazu getrieben hat, für eine Weile seine Forschungsarbeiten ruhen zu lassen und ein literarisches Phänomen in Angriff zu nehmen, das seinem verehrten Theodor noch näher kam: das kreative literarische Schreiben im eigentlichen Sinne, und zwar in einer Weise, die Storm selbst freilich so gut wie gar nicht praktiziert hat, dem Theater - Pole Poppenspäler hin und her, der Marionettenspieler in Storms berühmter Novelle von 1874.

(Museum in Husum, der Heimatstdt Storms)

 

Für seinen Erstling beutete der „junge“ Dramatiker kenntnisreich und brillant zugleich die umfangreiche Korrespondenz Storms mit seiner ersten Ehefrau Constanze (geb. Esmarch, 1828-1965) aus,

einen Briefwechsel, in dem sich hinter dem vorbildlichen Schriftsteller Storm immer wieder der eher lächerliche Haustyrann Theodor vordrängt. Dieses stormsche Paradox steht im Zentrum des Stückes, und der Humor, mit dem der Autor dies alles behandelt, erweitert auf glückliche Weise sein Anliegen, denn dergestalt rückt ganz allgemein die Lage der Frau ins Blickfeld, eine Situation, die ja leider auch heute noch zu mancher Sorge Anlass gibt.

 

Der neugierige Leser findet weitere Einzelheiten zum Stück mit Hilfe des TURLg-Links, siehe auch Link des BRF.

 

Genug der Vorreden, kommen wir zur Sache: "Das TURLg lässt die TLG-Tradition des Theaters in deutscher Sprache wieder aufleben."

 

Da der frisch gebackene Dramatiker sein ‚Kindchen‘ auch einem Publikum vorführen wollte, klopfte er ganz folgerichtig eines Tages an die Tür von Robert Germay, seinem kaum ein paar Monate älteren und ebenfalls pensionierten Kollegen. Er kannte natürlich dessen Regiearbeiten, hatten sie doch beide jahrelang in enger Fakultätsnachbarschaft gelebt und gewirkt. Ja, und er war sogar einstmals anlässlich einer Polentournee (Krakau) des TLG im Jahre 1980 in letzter Minute für einen ins Ausland verzogenen Schauspieler (einen gewissen Jean-Yves Poncelet) eingesprungen, um dessen Rolle des Mordax in der berühmten Komödie Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung von Christian Dietrich Grabbe zu übernehmen. Und das übrigens an der Seite seiner jungen Frau Françoise (geb. Delbouille), die ihrerseits die Rolle der (schwangeren!) Teufelsgroßmutter spielte … naja, irgendwie eine Familienstory, oder?

 

Der erwähnte Kollege und Regisseur zögerte kaum, diese seine Mission zu übernehmen. In einem Exclusiv-Interview hat er uns die Gründe für seine Zustimmung dargelegt, und diese Gründe sind vielfältig:

 

  1. Das Anliegen des Stückes, in dem der widersprüchliche Charakter der Personen enthüllt wird (Storm, der große Dichter vs. Theodor, der kleine Macho / Frau Storm, die vorbildliche Gattin vs. Constanze, die widerspenstige Frau), was dem Gespräch zwischen den Bühnenpersonen einen zwischen Ernst und Humor hin und her wechselnden Ton gibt;

  2. Die Machart des Stückes, die es dem Regisseur erlaubte, eines seiner Steckenpferde zu reiten: „Theater im Theater“, wobei dem Zuschauer ein Schauspiel vorgeführt wird, das gerade im Entstehen ist, das gerade in aller Öffentlichkeit geschrieben, geprobt, improvisiert und zusammengebastelt wird, kurz: ein gewissermaßen verfremdetes Stück (es sei daran erinnert, dass RG in illo tempore eine Dissertation über den großen BB verbrochen hat);

 

  1. Last but not least der schlaue Schachzug des Bittsteller-Autors, seine Wunderwaffe (oder auch ganz einfach das Tüpfelchen auf dem „i“): für die Rolle der Constanze brachte der listenreiche Kollege eine gemeinsame Freundin bei, die er hartnäckig dazu überredet hatte, nach 35jähriger Abwesenheit wieder auf die Bretter der Bühne zu steigen, eben die besagte liebe Anita Wangen (siehe oben).

Dieses in der Tat beeindruckende Argument gab dann wohl den Ausschlag beim Regisseur, der, vielleicht um sich zu revanchieren, dann darauf bestand, dass Eckart höchstpersönlich sowohl seine eigene Partie übernimmt, will sagen: die des Autors, der mit Constanze/Anita in Rede und Widerrede tritt, als auch die Rolle der aus dem „Off“, d.h. aus dem Jenseits(2) erscheinenden Person mit den erhabenen Zügen des Theodor Storm selbst. Vielleicht hat sich diese Rollenzuteilung angesichts der frappierenden äußerlichen Ähnlichkeit zwischen Eckart und Theo auch einfach aufgedrängt.

 

Und alles in allem, meint Germay, bereue er dieses Casting in keinster Weise: das Duo, eigentlich ja ein Trio, habe sich trefflich bewährt!

 

Nicht das geringste Bedauern also, sich auf dieses wunderbare Abenteuer eingelassen zu haben!! Es dauert von Januar 2016, dem Beginn der Niederschrift und alsbald der Probenarbeit, bis zur Welturaufführung am 23. November 2017 im Rahmen des Storm-Kolloquiums (siehe oben)

 

Das Ereignis war durch ein prächtiges Plakat angekündigt

worden,gestaltet von Erwin (und Frau) Kirsch. Dieser hatte bereits 1972 das Plakat zu Mockinpott von Peter Weiss entworfen, jenes Schauspiels also, das in der Geschichte des TLG einen Wendepunkt darstellte. Über Jahre hinweg ist Freund Erwin der ständige und bevorzugte Grafiker des TULG/TLG united gewesen. Mit dem Rückgriff auf ihn unterstreichen wir noch einmal den look „das TLG ist wieder da!“, der ja schon bei der Rollenverteilung und der Sprache mitgespielt hatte. All das führte dazu, dass eine ganze Meute von alten TLG-Mitspielern und -spielerinnen der heroischen Epoche zu den Aufführungen vom 23. zum 26. 11.17 herbeigeströmt ist.

 

Der unbestreitbare Erfolg dieser Serie brauchte sich keinesfalls hinter dem des Kolloquiums zu verstecken, ergingen doch danach mehrere Einladungen für Frau Storm, in ihr eigenes Land zu kommen, unter anderem in die Storm-Städte Husum und Heiligenstadt, via Göttingen und Krefeld.

 

Die Tournee hat bereits angefangen, und zwar in Krefeld, der Geburtsstadt von … Eckart Pastor (hört! hört!), wo wir im Gymnasium am Stadtpark in einer Schul-Matinee aufgetreten sind. Der Empfang war warmherzig und der Erfolg unbestreitbar, sogar in der örtlichen Presse: In der Rheinischen Post lobte Christine van Delden die Aufführung in einem Artikel unter dem wirklich zutreffenden Titel: Theodor Storm als Macho und Modernist
(siehe auch Fotos). Die Fortsetzung der Deutschland-Tournee findet, wie bereits abgemacht, im kommenden Herbst statt.

 

Ein anderes wichtiges Datum steht bereits fest: am Sonntag, den 4. März 2018, um 15 Uhr wird Frau Storm. Ein Kammerspiel die RITU35-Woche im Theater des TURLg, quai Roosevelt 1b in Lüttich, beschließen: eine prima Gelegenheit für all die Unglücklichen, die die ersten Aufführungen verpasst haben!

 

Und eine Überraschung zum guten Schluss: derzeit finden Unterredungen zur Vorbereitung eines Ausflugs von Frau Storm nach Toulouse (F) in der nächsten Saison statt. Nach der Aufführung verschiedener Inszenierungen in der Vergangenheit in der Université Toulouse-Jean Jaurès (Le Mirail)(3) blieb das TURLg stets in freundschaftlich engem Kontakt mit zwei dortigen Germanistik-Kolleginnen, Hilda Inderwildi und Catherine Mazellier-Lajarrige, beide verantwortliche Herausgeberinnen der Reihe „nouvelles scènes – allemand“ bei den Presses Universitaires du Midi (PUM). Beide waren von Frau Storm so eingenommen, dass sie, ohne zu zögern, in Robert Germays Bitte einwilligten, das Stück in ihrer ausgezeichneten zweisprachigen Reihe zu veröffentlichen, was dann auch geschah(4). Und siehe da, noch eine Familienstory: Zoé Pastor, Papas Tochter, verfertigte die souveräne französische Übersetzung für diese Publikation (wo sie doch gerade eben erst mit Brio ihren Master in Germanistik und Anglistik abgelegt hatte).

 

Und die Geschichte der Zufälle ist damit noch nicht zu Ende: Eckart Pastor seinerseits kannte auch einen Toulouser Kollegen, Alain Cozic, den international bekannten französischen Storm-Forscher, der seinerzeit auch ein Kolloquium zur modernen deutschen Literatur in Toulouse 2 organisiert und dazu Meister Eckart eingeladen hatte. Wir sind stolz darauf, dass Alain Cozic uns die Ehre und das Vergnügen bereitete, ein meisterhaftes Vorwort für Frau Storm zu verfassen.

 

Wie pflegte doch Trebor Yamreg, ein Wort Henry Fords aufnehmend, zu sagen: „Sich begegnen ist ein Anfang. Zusammenbleiben ein Fortschritt. Zusammenarbeiten ein Erfolg“.

 

In Toulouse hat sich Frau Storm dank dieses schönen Buches ein Dauerdasein schwarz auf weiß verschafft, zweisprachig zwar, aber doch stumm. In Lüttich und in Krefeld hat Frau Storm während der Zeit ihrer Aufführungen im Wortsinne leibhaftiges Leben erfahren, ein flüchtiges Leben zwar, aber mit original Deutsch redendem Mundwerk.

 

Hoffen wir also, dass unsere Freunde in Toulouse ihr eines Tages die Gelegenheit geben, ein gutes Stündchen lang in der „rosa Stadt“ zu neuem Leben zu gelangen.

 

Hier sei nun ein Schlusspunkt gemacht unter dem langen Bericht von der Geburt unserer Frau Storm, ohne dass selbstverständlich ihre Abenteuer damit an ein Ende gekommen wären.

 

Ad multos annos?

 

Robert GERMAY, Februar 2018

 

(1) Der Vollständigkeit halber sei daran erinnert, dass das wirklich letzte in deutscher Sprache gespielte Stück Momo nach dem Roman von Michael Ende in der Inszenierung von David Homburg gewesen ist. Es wurde 2003 aufgeführt, aber ganz folgerichtig unter dem Etikett TURLg und nicht TLG - und auch nicht TULg übrigens!

(2) Heute ist im Theater das Jenseits mit Hilfe der Video-Technik zugänglich. Dank also an Marc Delogne von der Abteilung ‚Kommunikation‘ der Uni Lüttich, der es uns ermöglichte, Theodor Storm überlebensgroß auf der Bühne erscheinen zu lassen.

(3) Le procès / Der Prozess von Kafka 2012 und Don Juan revient de guerre/ Don Juan kommt aus dem Krieg von Horváth 2014. Bereits 2009 wurde das Plakat zu unserem Fin de siècle sur l’île bei einer Ausstellung ausgezeichnet, die von dem Verein ‚Le théâtre s’Affiche‘ in Toulouse veranstaltet wurde.

(4) Frau Storm. Ein Kammerspiel / Madame Storm. Théâtre de chambre. Texte original Eckart Pastor, traduction Zoé Pastor, PUM Université Toulouse – Jean Jaurès, (nouvelles scène – allemand, NOUG 21), 2017, 85 p., 12 EUR.

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Avec "Frau Storm. Ein Kammerspiel" d’Eckart Pastor, m. en sc. par Robert Germay, avec Anita Wangen et l’auteur, le TURLg renoue en 2017 avec le théâtre en allemand de ce bon vieux Théâtre des Germanistes Liégeois.

8 Février 2018 , Rédigé par Asbl Théâtre Universitaire Royal de Liège Publié dans #Ca turbine au TURLg

(Der vorliegende Text in deutscher Sprache)

En 1983, en reprenant officiellement les rênes du Théâtre Universitaire Liégeois (TULg, jouant en français) des mains de François Duysinx, 

Robert Germay, directeur du Théâtre des Germanistes Liégeois (TLG, jouant en allemand) faisait de facto fusionner les deux troupes théâtrales alors actives en parallèle à l’Université de Liège.

Le Théâtre des Germanistes resta toutefois encore très productif sous son label TLG, jusqu’à faire désormais cohabiter dans son répertoire des auteurs anglais et allemands joués en V.O., tandis que le TULg, lui, jouait aussi des pièces allemandes en traduction française.

 

Par la même occasion, le TULg allait étendre et diversifier ses points de chute en terme de tournées, en profitant désormais du carnet d’adresses internationales du TLG, dont la renommée avait déjà largement dépassé nos frontières à l’époque (Allemagne, Autriche, Pologne … Rappelons –sans modestie, mais humblement - qu’aujourd’hui, le TURLg –qui, depuis 2002, arbore un R royal !- s’est produit dans 42 pays de 4 continents !). Bref, dans les années 80 on pouvait constater un notable enrichissement mutuel des deux troupes à tous points de vue.

En 1998 toutefois, après 15 ans de fusion, - et c’est sans doute déjà une conséquence de l’évolution des études d’alors -, les Liégeois (TULg/TLG united comme on les nommait alors) allaient produire leur dernier spectacle en langue allemande : ce fut Der Turm de Peter Weiss, mis en scène par Alain Chevalier. Celui-ci avait fait lui-même ses débuts d’acteur au TLG en 1982 comme étudiant en Philologie classique (!), dans Woyzeck de Georg Büchner…avec, entre autres partenaires, Anita Wangen, une déjà ancienne actrice du TLG (nous reviendrons sur ce point par la suite). En fait, ce Woyzeck ‘nouveau’ célébrait le 20e anniversaire du TLG, dont la naissance date d’un Woyzeck 1er de 1962. (1)

 

Ce petit préambule était destiné à resituer dans les 75 ans d’histoire du TURLg la place du ‘théâtre en allemand dans le texte’. Il en appelle évidemment un second, cette fois pour situer Theodor (et Frau !) Storm dans l’histoire des études de lettres allemandes à l’ULiège.

En 1988, Eckart Pastor, Professeur au Séminaire de Littérature allemande de l’ULiège, publiait une importante monographie sur Storm (1817-1888), le fameux auteur réaliste allemand à succès : Die Sprache der Erinnerung. Zu den Novellen von Theodor Storm, Frankfurt am Main, 1988.

 

La démarche allait rapidement faire des émules parmi ses jeunes collègues (Louis Gerrekens –aujourd’hui Doyen de la Faculté de Philo-Lettres !-, Marie Mawhin, Valérie Leyh, e. a.), au point qu’on peut désormais parler d’une ‘école liégeoise’ qui a gagné ses lettres de noblesses à côté de Husum et de Heiligenstadt, les deux centres majeurs des études stormiennes.

Une preuve en est que, avec l’appui inconditionnel de la Theodor-Storm-Gesellschaft de Husum (D), notre Séminaire de Littérature allemande s’est chargé de marquer le 200e anniversaire de la naissance de l’auteur en organisant à Liège un important colloque international : « Rupture des conventions et des tabous – Theodor Storm comme indocile auteur à succès du réalisme allemand ».

Il a rassemblé du 22 au 24 novembre 2017 une pléiade d’éminents Literaturwissenschaftler spécialistes du célèbre citoyen de Husum. Les organisateurs et tous les participants se sont accordés à dire que le succès de la rencontre fut total, tant du point de vue du niveau scientifique des communications et des discussions que de l’ambiance très conviviale des journées. Les actes sont d’ores et déjà à paraître l’année prochaine à l’Erich Schmidt Verlag de Berlin : c’est un signe.

 

Il y a de ces hasards … En 2017 on se devait aussi de fêter un autre bicentenaire : celui de l’Alma Mater liégeoise elle-même ! Cette coïncidence n’est sans doute pas étrangère à l’envie irrésistible qui a poussé notre Eckart P. à quitter un moment la recherche scientifique pour s’attaquer à un autre phénomène littéraire plus proche encore de son cher Theodor : la création proprement dite, et ce dans un domaine peu pratiqué par Storm soi-même, la littérature dramatique (n’en déplaise à son Pole Poppenspäler (Paul Puppenspieler), le marionnettiste personnage central d’une nouvelle de 1874).

 (Musée à Husum (D), ville berceau de Storm)

(Musée à Husum (D), ville berceau de Storm)

 Pour sa première pièce, le dramaturge débutant allait tirer parti avec brio de sa connaissance approfondie de l’abondante correspondance

que Storm a entretenue avec sa première épouse Constanze (née Esmarch, 1828-1865),un dialogue épistolaire qui, sous l’excellence de l’écrivain idéal Storm laisse percer le ridicule du mesquin tyran domestique Theodor. Ce paradoxe stormien est au centre de la pièce, et l’humour avec lequel l’auteur le traite actualise fort heureusement le propos en l’élargissant à la condition féminine en général, une condition encore bien préoccupante aujourd’hui, hélas … Le lecteur curieux trouvera plus de détails sur la pièce en suivant ce lien du TURLg, et aussi celui de la BRF.

Mais trêve de préambules, venons-en au vif du sujet : «…le TURLg renoue avec le TLG ».

 

Désireux de présenter un jour son ‘bébé’ à un public, c’est tout naturellement que notre frais émoulu dramaturge vint frapper à la porte de Robert Germay, collègue retraité, de quelques mois son aîné, et dont, en ex-voisin de Fac, il connaissait forcément bien le travail de metteur en scène. Lui, Eckart, n’avait-il pas naguère, pour une tournée du TLG à Cracovie (PL) en 1980, remplacé un acteur parti à l’étranger (Jean-Yves Poncelet, pour ne pas le nommer) en reprenant en catastrophe son rôle de Mordax dans le fameux Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung de Christian Dietrich Grabbe ? Et ceci, d’ailleurs, aux côtés de sa jeune épouse Françoise (née Delbouille) qui, en scène, tenait, elle, le rôle de la grand-mère (enceinte !) du Diable … Une affaire de famille, quoi !

 

Ledit collègue metteur en scène sollicité ne tarda donc pas à accepter la mission. Dans une interview exclusive, il nous a confié les raisons de son consentement, et elles sont diverses :

 

  1. le contenu même de l’œuvre qui révèle le caractère ambigu des personnages (Storm grand poète vs. Theo petit macho / Madame Storm épouse modèle vs. Constanze femme récalcitrante), et qui donne à la conversation des personnages ce ton alternant sans cesse le sérieux et l’humour ;
  2. la forme d’écriture de la pièce qui donnait l’occasion au metteur en scène de se livrer à un de ses dadas : ‘faire du théâtre dans le théâtre’, qui donne à voir aux spectateurs une pièce en train de s’écrire, de se répéter, de s’improviser, de se construire en public, bref, une pièce ‘distanciée’ (verfremdet) en quelque sorte (rappelons que RG a commis, in illo tempore, une thèse de doctorat sur le grand BB) ;
  3. enfin, le stratagème de l’auteur solliciteur, sa botte secrète, son arme de persuasion massive, (la cerise sur son gâteau ?) : pour interpréter le rôle de Constanze, le rusé compère entraînait avec lui une amie commune qu’il avait, à force d’insistance, réussi à persuader de remonter sur les planches après 35 ans d’absence, à savoir la chère Anita Wangen (voir ici plus haut).

Cet argument massue acheva de convaincre RG. De son côté, en guise de revanche (?), celui-ci insista lourdement pour que EP, lui-en-personne, accepte d’endosser sur scène à la fois son propre rôle (c’est-à-dire le personnage de l’auteur de la pièce donnant la réplique à Constanze/Anita), mais aussi celui du personnage intervenant du ‘off’, c.à.d. de l’au-delà (2), sous les augustes traits de Theodor Storm soi-même. (D’ailleurs, la confondante ressemblance physique d’Eckart et de Theo n’imposait-elle pas pour ainsi dire ce choix ?)

Et au bout du compte, dixit Germay, absolument aucun regret pour ce casting : le duo a très bien démontré sa pertinence … et qu’il en valait trois !

Surtout, aucun regret d’avoir accepté d’embarquer dans cette belle entreprise ! ! Elle aura duré de janvier 2016, début de l’écriture et bientôt des répétitions, à la Welturaufführung le 23 novembre 2017, dans le cadre du colloque Storm (voir ci-dessus).

L’événement était annoncé par une superbe affiche

réalisée par Erwin (et Frau) Kirsch, qui, déjà en 1972, avait produit l’affiche de Mockinpott de Peter Weiss, la pièce qui a marqué un tournant décisif dans l’histoire du TLG. L’ami Erwin est alors resté pendant des années le graphiste attitré et préféré du TULg/TLG united. En faisant appel à lui nous accentuions encore l’authentique look ‘TLG, le retour !’ déjà évoqué par la distribution et la langue même de la production … qui, du coup, rameuta pas mal d’ancien.ienne.s (p… d’ortaugraf inclusive !) de la grande époque à cette série de représentations liégeoises (23, 25, 26/11/17).

L’incontestable succès du spectacle ne le céda en rien à celui du colloque lui-même. Pour tout dire, il engendra quelques invitations à balader Madame Storm dans son propre pays, notamment dans quelques villes stormiennes par excellence comme Husum et Heiligenstadt, en passant par Göttingen et Krefeld.

Le tour a déjà débuté le 24 janvier dernier par Krefeld, ville natale de … Eckart Pastor (tiens donc !), où nous venons de donner une représentation au Gymnasium am Stadtpark en matinée scolaire. L’accueil y fut très chaleureux et le succès au rendez-vous, y compris dans la presse locale.

(Dans la Rheinische Post, Christine Van Delden louait la prestation dans un article au titre très pertinent : ‘Theodor Storm als Macho und Modernist’. Voir aussi des photos). Le reste de la tournée allemande est reporté à l’automne prochain, sans faute.

 

Avant cela, une autre date importante est d’ores et déjà fixée : le dimanche 4 mars 2018, à 15h00, Frau Storm. Ein Kammerspiel clôturera la semaine de RITU35 en la salle du TURLg, quai Roosevelt, 1b, à Liège. Une occasion à ne pas manquer pour les malheureux qui auraient raté les premières !

Et une surprise pour la fin : des pourparlers sont en cours pour mettre au programme de la saison prochaine un déplacement à Toulouse (F).

Pour avoir déjà présenté plusieurs de ses spectacles (3) à l’Université Toulouse-Jean Jaurès (Le Mirail), le TURLg y a gardé d’excellents contacts avec deux collègues germanistes, Hilda Inderwildi et Catherine Mazellier-Lajarrige, éditrices responsables des « nouvelles scènes – allemand » aux Presses Universitaires du Midi (PUM). Séduites par la pièce, elles ont accédé à la demande de Robert Germay de la publier, et elle figure désormais dans leur remarquable collection bilingue (4). Et revoici une affaire de famille : c’est Zoé Pastor, fille à papa, qui, a assuré avec parfaite maîtrise la traduction française pour la publication (ne venait-elle pas justement de décrocher brillamment son Master en langues et littératures germaniques ?).

 

Et nous n’en avons pas fini avec les coïncidences dans cette histoire : Eckart Pastor, pour sa part, connaissait aussi un collègue à Toulouse : Alain Cozic, le brillant chercheur français ès études stormiennes, qui avait naguère lui-même organisé un colloque sur la littérature allemande moderne à Toulouse 2 auquel participait Meister Eckart. Nous nous félicitons de l’honneur et du plaisir qu’il nous a fait en se chargeant de rédiger la préface de l’ouvrage : elle est magistrale.

 

Comme a coutume de le dire Trebor Yamreg, traduisant Henry Ford : « Se rencontrer est un début. Rester ensemble est un progrès. Travailler ensemble est un succès ».

 

A Toulouse, grâce à ce beau livre, Madame Storm a gagné une existence noir sur blanc pérenne …bilingue certes, mais muette. A Liège et à Krefeld, Frau Storm a connu sur scène, le temps des représentations, une vie en chair et en os …éphémère certes, mais parlant allemand dans le texte.

 

Espérons qu’un jour nos amis toulousains trouveront un moyen de l’inviter à revivre, l’espace d’une bonne heure, dans la ville rose … !

 

Je mets ici un point final à ce –long- compte rendu de la naissance de notre Frau Storm. Mais, selbstverständlich, sans pour autant mettre un terme à son aventure.

 

Ad multos annos ?

 

Robert GERMAY, fév.2018

 

  1. Pour être complet, rappelons que la dernière pièce jouée en allemand fut, en fait, Momo, adaptée du roman de Michaël Ende et mise en scène par David Homburg. Mais, présentée en 2003, elle fut donc ‘labellisée’ TURLg, et non TLG –ni non plus TULg, d’ailleurs !

  2. Aujourd’hui au théâtre, l’au-delà est rendu accessible par la grâce de la vidéo. Merci à Marc Delogne, du Département de ‘Commu’ de l’ULiege, qui nous a permis ainsi de faire apparaître Theodor Storm ‘en –très- grand’ (überlebensgross) sur la scène …

  3. Le Procès de Kafka en 2012, et Don Juan revient de guerre de Horváth en 2014. Déjà en 2009, le poster de notre Fin de siècle sur l’île avait reçu une mention spéciale dans une exposition organisée par l’association ‘Le théâtre s'Affiche’ de Toulouse …

  4. Frau Storm. Ein Kammerspiel / Madame Storm. Théâtre de chambre, Texte original Eckart Pastor, Traduction Zoé Pastor, PUM Université Toulouse – Jean Jaurès, (nouvelles scènes – allemand, NOUG 21), 2017, 85 p., 12 EUR.

 

 

 

   

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Bricole(s) quenienne(s) : montage par le Théâtre Universitaire Royal de Liège

12 Décembre 2012 , Rédigé par Asbl Théâtre Universitaire Royal de Liège Publié dans #Ca turbine au TURLg

Le Jeudi 29 novembre, à 18h00, au programme de

« Parentés. Raymond Queneau et l’esprit de famille »

Colloque international.

 


2012-11-29-19.54.18.jpgLes photos

 

 

 

Ce jeudi 29 novembre, la Salle des Professeurs de notre Alma Mater (Superbe salle art déco pour ceux qui ne la connaissent pas – voyez ici) résonnait des accents de notre montage « Bricole(s) quenienne(s) », présenté dans le cadre du Colloque susmentionné,  organisé conjointement par le Département de Langues et de Littératures romanes de l’Ulg et l’Université Sorbonne Nouvelle Paris3.

Il s’était agi pour nous de répondre à une demande de notre ancien Doyen et Administrateur, le professeur Jean-Pierre Bertrand et de Kanako Goto, cheville ouvrière de ce colloque, qui voulaient proposer aux participants un montage théâtral lié à l’œuvre de cet auteur prolifique. Notre choix s’est rapidement porté sur « Chêne et chien » son « Roman en vers » à caractère autobiographique, texte auquel nous avons ajouté l’un ou l’autre poèmes que nous appréciions particulièrement. Un choix qui s’est avéré très judicieux et tout à fait approprié à la thématique du colloque. En voici les premiers vers :

 

Je naquis au Havre un vingt et un février

en mille neuf cent et trois.

Ma mère était mercière et mon père mercier:

ils trépignaient de joie.

Inexplicablement je connus l'injustice

et fus mis un matin

chez une femme avide et bête, une nourrice,

qui me tendit son sein.

De cette outre de lait j'ai de la peine à croire

que j'en tirais festin

en pressant de ma lèvre une sorte de poire,

organe féminin.

 

Et tout ce qui suit est à l’avenant: jeux de mots, jeux sur les mots, mélange des genres et des niveaux de langue, prosodie surprenante, force des images,…  une belle et riche matière, que ce soit sur le  plan de la forme ou du fond, et dont l’adaptation scénique constituait pour nous un beau  défi.

C’était donc un travail sur une partie peu connue de l’œuvre de Raymond Queneau que l’équipe réunie pour l’occasion (merci aux Anne : Miczinski,  Votion, et –Sophie Poussier ainsi qu’à Christelle Burton et à Giancarlo Erbi!) a été ravie de découvrir en détails et de mettre en scène. Ce qui fut fait avec peu de moyen car nous avions opté dès le départ pour une représentation in situ,  dans les lieux mêmes du colloque, nous privant par-là de toute la technique de notre salle récemment rééquipée. Avec un powerpoint type colloque, un micro, deux tables et quelques lampes de bureau, nous avons ainsi proposé une demi-heure d’interprétations, de lectures ou de relecture, de mise en voix ou en corps, de ces textes choisis. Et c’est peu dire que notre spectacle fut bien reçu par ce public de spécialistes de R. Queneau, qui ont été nombreux à venir nous trouver pour nous féliciter.

Qui sait ? Voilà donc Bricoles queniennes, une petite forme théâtrale achevée qui nous pourrions  représenter à nouveau à l’une ou l’autre occasion.

 

Alain, le 11 décembre 2012.

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La Grande Région passe à table : un défi théâtral

20 Décembre 2011 , Rédigé par Asbl Théâtre Universitaire Royal de Liège Publié dans #Ca turbine au TURLg

_MG_8785-b.jpgLes photos

Par « Grande Région », entendez le Grand-Duché de Luxembourg, la Lorraine, la Région wallonne (avec les Communautés française et germanophone), la Rhénanie-Palatinat et la Sarre. Dans cette ère géographique transfrontalière (UGR), les Universités de Kaiserslautern, Liège, Luxembourg, Metz, Nancy et Trèves ont noué et poursuivent des contacts privilégiés sur le plan de la recherche et de l’administration. Récemment, un volet culturel a été ajouté à leurs préoccupations : c’est ce qui a réuni les Universités de Liège, Metz, Nancy et Saarbrücken dans un projet théâtral commun, baptisé « A table ».

Depuis l’origine, le TURLg a des visées internationales puisque, dès les années 1930, des échanges avaient lieu entre Liège et Paris (Sorbonne). Entretemps, ce sont 40 pays qui ont été visités par l’une ou l’autre de nos productions,  du Canada à la Russie, du Venezuela à la Jordanie, du Bénin au Royaume-Uni. Ce n’est pas un hasard si nos RITU (Rencontres Internationales de Théâtre Universitaire), créés en 1983 ont été, en 1994, le berceau de l’AITU (Association Internationale du Théâtre à l’Université, www.aitu-iuta.org) dont le TURLg est, dès lors, le siège social officiel. Enfin, avant le projet UGR, le TURLg avait déjà participé à des coproductions internationales : « Cymbeline », projet piloté par le Théâtre Universitaire de Franche Comté (TUFC-Besançon), réunissant 8 troupes de 6 pays (Belgique, France, Italie, Lituanie, Roumanie, Royaume-Uni), « Accross the Border », organisé par le Studio Studentina de Sofia (Bulgarie) avec Liège et Graz (Autriche) ; « Herzstück », piloté par le réseau des théâtres indépendants de l’Euregio Meuse-Rhin (Cologne, Allemagne), avec Liège et Maastricht/Sittard (Pays-Bas). Trois expériences, donc déjà, de travail collectif visant à présenter dans un spectacle commun et itinérant, des diversités culturelles – tant sur le plan du contenu que sur celui de la méthode –voire linguistiques, sans les gommer ou les fondre en un produit désormais sans relief ou saveurs. Trois expériences déjà donc, dans le transculturel transfrontalier.

Mais « l’expérience, c’est comme les allumettes, ça ne sert qu’une fois », dit l’un, et l’autre de renchérir : « l’expérience, c’est un peigne pour chauve ».

Car si ces coproductions passées furent, à chaque fois, une belle mais éprouvante aventure, celle qui vient de s’achever a souvent ressemblé aux coulisses de l’exploit. D’abord et surtout par les lourdeurs bureaucratiques que nous connaissons déjà tous, mais qui ont pris ici une dimension sans précédent : c’est que les règles de l'administration , déjà contraignantes en soi pour les porteurs de projet comme pour les employés administratifs eux-mêmes, étaient différentes d’une université à l’autre. A chaque fois, il nous fallait jongler, adapter. Heureusement, sur le terrain, à partir du moment (tardif) où le projet fut mis en route, nous avons pu compter sur la collaboration rapprochée de l'ensemble des cellules UGR et de leurs chargés de projet. Qu'ils en soient ici remerciés! Par contre, nous avons fortement regretté de n’avoir jamais eu l’occasion de rencontrer véritablement les instances de décision pour leur expliquer notre projet au-delà des papiers et des formulaires et d’en faire comprendre de vive voix la philosophie : cela nous aurait permis, sans doute, de préciser nos pratiques et nos spécificités, mais aussi, finalement, d’entendre et de comprendre aussi les difficultés réglementaires, notamment celles imposées par l’Europe et Interreg IV, qui ne relèvent tout de même pas de la science infuse. Une rencontre de ce type aurait assurément permis de construire ensemble et dès le début un projet commun UGR-TUGR.

Sur le plan artistique aussi, et c’est plus évident, rien n’était joué d’avance – sans mauvais jeu de mot. Les difficultés du travail collectif au sein d’une même troupe sont déjà bien connues. Alors, quand 4 troupes de 3 pays différents sont « en jeu »… Rappelons encore qu’il a fallu 2 ans de tractations administratives pour être sûrs que le projet verrait bien le jour : comparé au temps disponible pour le travail artistique, y’a pas photo ! Quant au budget, il ne prévoyait guère de moyens pour que les troupes se rencontrent et travaillent physiquement ensemble, sinon deux week-ends : c’est un peu court, jeune homme, même si, sans eux, le résultat final n’aurait rien eu, alors rien, de commun. Car, sur le plan artistique, les partenaires eux-mêmes n’ont pu se mettre suffisamment d’accord sur la méthode, ni même sur un point de départ clair pour le travail : une réunion, vite fait, pour évoquer des consignes – trop – vagues, et donc vite oubliées, ici, changées, là, contournées, parfois, bref, bâclées un peu partout par manque de vraie consultation.

Tout cela dit, il reste que le « produit » fini (mais a-t-on jamais fini ?) méritait, finalement, le voyage. Le mot n’est pas trop fort, dès lors que, en plus, la Table a voyagé : après sa création à Liège les 8 et 9 novembre, le TUGR se produisit à Metz (29/11), Nancy (30/11) et Saarbrücken (01/12)… Ah, les joies des tournées au long cours… !

Rappelons aussi que « A table » était repris comme projet pilote avec l’objectif de construire ensemble des relations pérennes qui permettent aux théâtres universitaires de la Grande Région de se coordonner et d’intensifier leurs échanges. « A table » a assurément permis à l’ensemble des partenaires de se confronter à ce travail commun, même réduit à sa plus simple expression, et partant, à mieux se connaître et à mieux connaître les limites, les spécificités, les points de vue, les démarches, les méthodes,… de chacun. Une très bonne base pour le futur !

Alain Chevalier – Robert Germay

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Quand une "Ile" traverse l'Atlantique...

28 Septembre 2011 , Rédigé par Asbl Théâtre Universitaire Royal de Liège Publié dans #Ca turbine au TURLg

Fin-de-siecle.jpgNous venons de reprendre à Liège, ce week-end des 24 et 25 septembre, notre Fin de siècle sur l'île, d'Alejandro Finzi (voir Spectacles disponibles). Malgré le temps superbe, un bon public s'est déplacé le samedi soir et le dimanche après-midi, ce qui a constitué pour nous un très bon test : il faut savoir, en effet, que nous avons dû remplacer deux rôles dans la distribution (Saint-Exupéry, joué désormais par Pierre Wathelet qui remplace David Homburg et Adèle, la chanteuse, incarnée par l'hispanisante Mani Cavour, en lieu et place de la teutonnisante Chantal Heck).

Surtout, ce public était très majoritairement composé de spectateurs « vierges », qui découvraient notre spectacle pour la première fois. Le succès fut, en tout cas, au rendez-vous, selon les commentaires élogieux à la fin des séances.

Enfin, cette reprise était aussi – et d'abord – destinée à roder la chose... avant son départ pour le fameux festival international de Manizales (Université Ucaldas) en Colombie, la semaine du 2 octobre prochain.

Nous nous envolerons donc le coeur plus léger... avec l'avion de St Ex dans la soute à bagages.

Inch'Quetzalcoatl !

Robert Germay

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Galilée à la Nuit des chercheurs

26 Septembre 2011 , Rédigé par Asbl Théâtre Universitaire Royal de Liège Publié dans #Ca turbine au TURLg

Ce vendredi 23 octobre, à 21 heures, le TURLg a impressionné un auditoire nombreux dans le grand amphi de la Zoologie, quai Van Beneden, dans le cadre de la « Nuit des chercheurs ».

Les organisateurs avaient – une fois encore – fait appel au Théâtre Universitaire pour animer cette désormais fameuse manifestation par un de nos spectacles, ici Le Crime Galilée, de et mis en scène par Pierre Wathelet. Le thème s'y prêtait fort bien, ... l'infrastructure un peu moins. Il faut donc souligner la remarquable performance de Pierre et de son groupe, qui ont su en un temps record, adapter ce spectacle prévu pour la scène, à un amphithéâtre peu prévu pour ce genre d'exercice. Un vrai saut périlleux – un salto mortale – réalisé magistralement par une équipe enthousiaste et soudée, qui a su convaincre un large public aussi fourni que varié : c'est avec plaisir que l'on y voyait un nombre important de jeunes, fait rassurant pour le succès de cette belle « Nuit ».

Bravo aux organisateurs et salut, les artistes !

Robert Germay

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Les projets de la saison

21 Septembre 2011 , Rédigé par Asbl Théâtre Universitaire Royal de Liège Publié dans #Ca turbine au TURLg

Tous les nouveaux (et vieux) projets sont sur le site du TURLg : http://www.turlg.be/0118/fr/129/A-l-affiche

 

N'hésitez pas à nous rejoindre, à nous écrire (turlg@ulg.ac.be) ou à nous téléphoner (04/366.5295) pour plus de renseignements.

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Remise des prix du 17e Concours international d'écriture pour adolescents, sa. 25 juin 2011

27 Juin 2011 , Rédigé par Asbl Théâtre Universitaire Royal de Liège Publié dans #Ca turbine au TURLg

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On ne présente plus l'Atelier de lecture asbl, qui a été honoré du mérité 1er Prix Reine Paola pour l'enseignement, qui témoigne bien de l'excellence du travail de Jean-Luc Davagle et de son équipe. Voyez le site : www.leaweb.org

Depuis 2004/05, le TURLg participe aux annuelles remises de prix du désormais fameux Concours international d'écriture pour adolescents qu'organise l'association en collaboration avec l'Athénée de Montegnée. Après les thèmes successifs "Théâtre", "La correspondance" (2005/06), "Le fantastique" (2006/07), "Le journal intime" (2007/08), "L'énigme criminelle" (2008/09), "Le conte merveilleux et sa parodie" (2009/10), la 17e édition 2010/11 abordait à nouveau le texte dramatique avec pour sujet : "Sur le quai".

L'an dernier, le TURLg avait présenté, lors de la remise de prix 2009/10, une adaptation d'un texte dramatique de Jean-Luc Davagle lui-même qui portait précisément ce titre. Cette année, ce sont quatre textes de quatre candidats primés qui ont été mis en scène par Marco, avec Baudouin, Anne et Alizée : Alice au quai des merveilles, de Juliette Riep ; Jusqu'en Amérique, de Emma Chomez ; Le quai de l'au-delà, de Meriam Ben Sassi ; Antigone sur le quai, de Diane Coomans.

N'est-ce pas le rôle du théâtre - donc, du TURLg - de mettre debout sur scène, ce qui, au départ est couché sur papier ?

La séance s'est déroulée dans le sympathique climat habituel en présence du Madame la Ministre Marie-Dominique Simonet.DSC02592.JPG

Nous avons aussi eu le plaisir d'accueillir, parmi les officiels, deux anciens du théâtre : Yvette Lecomte, représentant la Ministre F. Laanan, et Robert Grosch, ancien du Théâtre des Germanistes, membre du cabinet de la Ministre M.-D. Simonet. Un très beau samedi après-midi, ma foi !

Robert Germay

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Rencontre autour de « LA VOIX DE L'ACTEUR »

20 Janvier 2011 , Rédigé par Asbl Théâtre Universitaire Royal de Liège Publié dans #Ca turbine au TURLg

 

 

A l'initiative d'Alain Chevalier, qui avait pris connaissance des recherches de Dominique Morsomme à la suite d'un article publié dans Le 15ème jour du mois (mai 2010-Ulg), le TURLg a organisé ce vendredi 14 janvier après-midi, une rencontre inédite portant sur « La Voix de l'acteur », à laquelle participaient :

 

- Dominique Morsomme, bien sûr, du Département des sciences cognitives, logopédie des troubles de la voix (Ulg);

- des pédagogues en formation de l'acteur : Françoise Ponthier et Pietro Varrasso de l'Ecole Supérieur d'Acteurs du Conservatoire Royal de Liège, Marie de Clerck, actrice et actuante au Work Centre of Jerzy Grotowski de Pontedera (Italie); Peter Rouffaer du Conservatoire de Gand et Gert Terny qui a été professeur à l'Université d'Anvers et à l'International Institute for the Performing Arts à Londres et à Paris;

- une vingtaine d'acteurs membres du TURLg.

 

Nous pouvons qualifier cette rencontre d'inédite car, si elle a réuni recherche universitaire et pédagogie théâtrale - ce qui n'est pas nouveau en soi - elle s'est déroulée dans une climat rare d'échange croisé et parfaitement bilatéral, avec une curiosité manifestement réciproque. Après une partie « théorique » (mais très activement enrichie d'exemples pratiques sur powerpoint) magistralement présentée par Dominique Morsomme, le plateau du TURLg fut envahi ensuite par tous les participants sans exception pour des exercices de décontraction et de formation vocales de haut vol conduit par l'ensemble des pédagogues cités plus haut.

 

L'objectif de cette rencontre était de voir si et comment des ponts pouvaient être jetés entre les deux mondes universitaire et artistique : les réactions immédiates, enthousiastes, passionnantes et passionnées, ainsi que les échanges de mails qui ont suivi, nous motivent à poursuivre sur cette question.

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Hamlet le retour !

7 Décembre 2010 , Rédigé par Asbl Théâtre Universitaire Royal de Liège Publié dans #Ca turbine au TURLg

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Après une longue absence, depuis ses apparitions en filigrane dans notre Rosencrantz et Guildenstern sont morts de Tom Stoppard, le personnage de Hamlet a à nouveau brûlé nos planches grâce à la pièce éponyme hautement surréalisée que le grand réalisateur espagnol, Luis Bunuel , écrivit en juillet 1927.

Le Turlg vient en effet d’offrir au public, pour cette unique pièce de théâtre de Bunuel, une unique représentation ce jeudi 2 décembre à 18h30, en clôture du Colloque « Luis Bunuel, au-delà du cinéma » qui s’est tenu en notre Alma Mater ces 1er et 2 décembre. C’est d’ailleurs un des membres du comité organisateur, Alvaro Ceballos Viro, enseignant en langue et littérature espagnoles au Département de langues et littératures romanes, mais aussi spectateur régulier de nos spectacles et ateliers, qui nous a proposé de travailler sur cette pièce donnant à ce colloque un complément inédit. Qu’il soit remercié de cette initiative !

Nous avons relevé le défi à la fois comme spectacle de saison et comme prolongation des ateliersd’espagnol que donne Jesus-Manuel Germeau pour le Turlg depuis quelques années. C’est ce dernier qui en a assuré la mise en scène et je l’ai assisté, étant moi- même adepte de la langue ibérique. Avec nos conditions : on jouera dans la langue originale (en espagnol, une première pour le Turlg) et sans surtitrage svp ! Bravo aussi aux participants : Coline, Amandine, Johan, l’équipe technique et l’équipe de scénographie sans lesquelles nous n’aurions pu travailler à quelques « effets ».

Beau succès de foule et bons retours du public…

Alain Chevalier

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